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Wir brauchen gesellschaftliche Akzeptanz für mutige Ideen und Unternehmertum

Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier beim Forschungsgipfel zur Innovationskultur
Pressemitteilung vom 28. März 2017

Eine Kultur der Anerkennung für jene, die Visionen umsetzen wollen, dafür sprach sich Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier beim Forschungsgipfel 2017 aus. Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft trafen sich in Berlin, um über eine neue Innovations- und Wagniskultur für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu diskutieren. Klöckner-Chef Gisbert Rühl plädierte für eine neue Wagniskultur in Unternehmen.

Welche Impulse benötigt die künftige Forschungs- und Innovationspolitik, um innovative Unternehmen zu fördern? Diese und andere Fragen rund um das Thema Innovationskultur diskutieren Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf dem Forschungsgipfel 2017. Sie treffen sich heute in Berlin, um ihren Beitrag zum Aufbau einer neuen Innovations- und Wagniskultur zu leisten. Gastgeber sind Stifterverband, Leopoldina und die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Bundeskanzleramtsminister Peter Altmaier forderte am Vormittag, den Wandel in Deutschland so zu gestalten, dass Deutschland mit seiner Volkswirtschaft international wettbewerbsfähig bleibt. Dafür brauche es Mut und Anerkennung für Visionen und Gründergeist vor allem in den Zukunftsfeldern der Digitalisierung, wie Big-Data-Anwendungen, Sensorik, Robotik, künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen: "Für diese Felder brauchen wir eine Innovationskultur, die junge Menschen ermuntert, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und ihr Glück zu suchen. Ich meine, dass wir eine Kultur der Anerkennung entwickeln müssen für jene, die bereit sind, neue Ideen umzusetzen und es einfach wagen, mit ihrer Idee die Welt zu erobern. Selbst wenn es nicht jedem einzelnen gelingt, ist das grundsätzlich etwas, was wir für die Zukunft brauchen."

Nach der Digitalisierung sei der Bereich der Biotechnologie der nächste große Innovationstreiber der deutschen Volkswirtschaft, erklärte Peter Altmaier: "Deshalb frage ich mich, ob wir neben der Digitalen Agenda, die alle Ministerien einbindet, die in diesem Bereich Kompetenzen haben, nicht auch eine Biotechnologie Agenda brauchen, die in ähnlicher Form die Herausforderungen formuliert und zusammenführt."

Klöckner-Chef Gisbert Rühl richtete einen Appell an die deutschen Unternehmen, nicht auf bessere Rahmenbedingungen und die Unterstützung der Politik zu warten: "Ich sehe keine Standortnachteile für deutsche Unternehmen, in manchen Bereichen sogar eher Vorteile. Verbesserungspotenziale gibt es immer, insbesondere beim Datenschutz. Wir können und dürfen aber nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten, sondern müssen die digitale Transformation jetzt vorantreiben."

Dazu sei eine Wagniskultur erforderlich, an der es der Wirtschaft gelegentlich fehle, sagt Gisbert Rühl: "Es geht zunehmend darum, Risiken zu vermeiden. Die Risikoberichte werden immer ausführlicher, weil über jedes noch so kleine Risiko berichtet werden muss. Auch der Kapitalmarkt ist eher an kurzfristigen als an langfristigen Strategien interessiert. Von allen Stakeholdern werden im Grunde kontinuierliche Verbesserungen statt radikaler Veränderungen gefordert. Die führt dazu, dass in Unternehmen über alle Ebenen eine Risikovermeidungsstrategie begünstigt wird."

Der Forschungsgipfel ist eine gemeinsame Veranstaltung von Stifterverband, Nationale Aka­demie der Wissenschaften Leopoldina und Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) und fand bereits zum dritten Mal statt.

 

Pressekontakt

Moritz Kralemann

Leiter des Bereichs Kommunikation und
Pressesprecher des Stifterverbandes

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